Integrierte sektorenübergreifende Psychoonkologie (isPO)

Ein Modellprojekt für die Psychoonkologie in Deutschland

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Es ist hinreichend gesichert, dass psychoonkologische Therapien wirksam sind. Unklar ist, in welchem Ausmaß diese Therapien in der täglichen Patientenversorgung im Krankenhaus und im niedergelassenen Bereich eingesetzt werden müssen. Ebenfalls nicht geklärt ist, wie die psychoonkologische Patientenversorgung im deutschen Gesundheitswesen flächendeckend, d.h. in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten, erbracht werden kann.

Im Rahmen des Projektes „Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie“ (isPO) wird bis Ende 2021 ein psychoonkologisches Versorgungsprogramm entwickelt, umgesetzt und evaluiert. In diesem Programm werden die Strukturen, Prozesse und Ergebnisse der Versorgung beschrieben, die Leistungserbringung transparent und nachprüfbar dokumentiert sowie Maßnahmen der Qualitätssicherung durchgeführt.

Die Leitung des Projektes liegt bei der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln in Kooperation mit Haus LebensWert e.V.

Das Projekt isPO setzt damit die Forderung des Nationalen Krebsplans der Bundesregierung um, die „onkologischen Versorgungsstrukturen und die Qualitätssicherung" weiter zu entwickeln. Es wird für vier Jahre mit insgesamt ca. 9,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds gefördert.

Projektbeschreibung

Methode
Am Projekt isPO  wirken alle Sektoren des Gesundheitswesens mit.
Das Projekt wird im Ballungsraum Köln und drei Regionen in NRW im Rahmen von ärztlich geleiteten Versorgungsnetzwerken (onkologisches Zentrum und niedergelassene Ärzte) realisiert. 

Je nach individuellem Bedarf erhält ein Krebspatient unter Einbeziehung der Patientenselbsthilfe eine psychosoziale und/oder psychoonkologisch-psychotherapeutische Versorgung. Diese wird von geschulten Psychoonkologen im ärztlichen Auftrag erbracht. Die gestufte Versorgung beginnt mit der Krebsdiagnose und wird über einen Zeitraum von 12 Monaten sektorenübergreifend erbracht. Sämtliche Leistungen der psychoonkologischen Versorgung sind in Versorgungspfaden schriftlich dargelegt. Verfahrensanweisungen regeln die Leistungserbringung, die Dokumentation, die Organisation sowie die Prüfung der Versorgung. Um eine qualitativ hohe und geregelte Versorgung zu garantieren und die notwendigen administrativen Aufgaben schnell und effizient zu erledigen, werden moderne informationsverarbeitende Technologien der Versorgungsdokumentation, -steuerung und Qualitätssicherung erstellt.
Sämtliche Elemente des isPO-Projektes gehen in das psychoonkologische Versorgungsprogramm ein.

Evaluation
Das isPO-Programm wird umfassend erprobt, geprüft und bewertet. Dabei werden folgende Ziele angestrebt:

1. Es soll ein Programm geschaffen werden, welches die Anforderungen an eine
    flächendeckende Umsetzung im deutschen Gesundheitswesen erfüllt.
2. Es soll die Qualität des Programmes sichergestellt werden.
3. Es soll geprüft werden, ob die psychoonkologische Patientenversorgung im
    Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung wirksam erbracht werden
    kann.

Übertragbarkeit
Bei Projektende liegen sämtliche Ergebnisse vor, die eine Übertragung des isPO-Programms in das Gesundheitswesen begründen und technisch ermöglichen. Zudem soll eine Übertragung des Programms auf die Versorgung anderer als onkologisch erkrankter Patienten möglich sein.

Projektlaufzeit
48 Monate, vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2021

Projektbeschreibung auf der Webseite des Gemeinsamen Bundesausschusses

Informationen für Patienten

Ausführliche Informationen zum isPO-Programm finden Sie auf unserer Patientenwebseite www.ispo.info oder in unserem Patientenflyer:

isPO-Flyer, Kurzinformationen für Patienten

Onkolotsen

Das isPO-Projekt sucht Onkolotsen im Ehrenamt:

Aufruf Suche isPO-Onkolotsen

Projektmanagement

Prof. Michael Hallek (li.) und PD Dr. Michael Kusch

Federführende Institution:
Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor

Projektleitung:
PD Dr. Michael Kusch – Psychoonkologische Versorgungsforschung, Bereich Klinische Psychoonkologie
Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln

Externe Evaluation
Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft
Universität zu Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Holger Pfaff, Direktor
www.imvr.de

Patientenvertretung
Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V.
Ansprechpartner: Hedy Kerek-Bodden, Mitglied des Vorstands
www.hausderkrebsselbsthilfe.de

Aktivitäten

24. September 2019:
2. isPO-Kassentreffen

11./12. September 2019:
isPO-Klausurtagung

1. August 2019:
Patienteneinschreibung auf Grundlage eines Behandlungsvertrages (§ 630a BGB)

18. Juli 2019:
3. isPO-Qualitätsworkshop

24. Juni 2019:
3. isPO-Lenkungsausschusssitzung

6. Juni 2019:
Beantragung der gesundheitsökonomischen Evaluation von isPO

16. Mai 2019:
1. isPO-Kassentreffen (BARMER, TK, AOK R/H, DAK, KKH, IKK, Knappschaft, pronova BKK)

23. April 2019:
Nominierung für den MSD Gesundheitspreis

16. April 2019:
2. Einrichtungsübergreifender Qualitätsworkshop

29. März 2019:
Projekt ISPO/„Integrierte, Sektorenübergreifende Psycho-Onkologie“ (Poster)
Interdisziplinärer Kongress Quality of Cancer Care 2019 (QoCC 2019) 28. und 29. März 2019 Kalkscheune Berlin

17. Januar 2019:
1. Einrichtungsübergreifender Qualitätsworkshop

Januar/Februar 2019:
Vertrag zur „Besonderen Versorgung“ nach § 140a SGB V an allen Standorten gezeichnet

Januar 2019:
isPO-Kooperationsvertrag an allen Standorten gezeichnet

10. Dezember 2018:
2. isPO-Lenkungsausschusssitzung

29. November 2018:
Start der Patientenrekrutierung

27. November 2018:
Beginn der Schulungen zum isPO-Versorgungsprogramm mit den Netzwerkpartnern

19. November 2018:
Vertrag zur „Besonderen Versorgung“ nach § 140a SGB

14. November 2018:
isPO-Auftaktveranstaltung in Troisdorf am St. Josef Hospital

15. Oktober 2018:
Positives Ethikvotum

26. September 2018:
isPO-Auftaktveranstaltung in Neuss am Johanna-Etienne-Krankenhaus

29. August 2018:
isPO-Auftaktveranstaltung an der Uniklinik Köln

23. März 2018:
Versorgungspartner in NRW unterzeichnen Absichtserklärung (CIO NEWS)

19. März 2018:
1. isPO-Lenkungsausschusssitzung in Köln

22. Februar 2018:
Vortrag zum Deutschen Krebskongress (DKK) 2018 in Berlin, PD Dr. Michael Kusch

25./26. Januar 2018:
Klausurtagung CAPSYS Ein Kernelement von isPO ist die Entwicklung einer IT-gestützten Leistungsdokumentation. Zur patientenbezogenen Planung, Lenkung und Prüfung des Versorgungsgeschehens wird ein computerbasiertes Assistenzsystem namens CAPSYS2020 programmiert. Um die Anforderungen an dieses System zu spezifizieren, ging ein Teil des isPO-Teams für zwei Tage im Haus Nordhelle in Meinerzhagen in Klausur. Ziel war es, eine gemeinsame Sprache zu zentralen Konzepten des Projektes zu finden und über die zentralen psychoonkologischen Versorgungsinhalte und Versorgungsprozesse zu diskutieren. Der intensive Austausch gerade zu Beginn dieses Großprojektes trug dazu bei, die komplexen Sachverhalte abzustimmen und transparent zu machen.

10. Oktober 2017:
Projektinterne Kick-off-Veranstaltung mit allen Projektpartnern in Köln 

14./15. August 2017:
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) in Berlin isPO-Poster zur Veranstaltung

4. August 2017:
Pressemitteilung: Psychoonkologische Versorgung für Deutschland

29. Juni 2017:
"Brennpunkt Onkologie" der DKG in Berlin Projektpräsentation und Diskussion

27. Juni 2017:
Projektbewilligung durch den GB-A / Fördervolumen: 9.108.909 Euro

Netzwerkpartner - Standort Köln

Centrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn, Standort Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Jürgen Wolf,
Netzwerkkoordinator: Dr. rer. medic. Steffen Krebs
http://www.cio-koeln-bonn.de/

LebensWert e.V.
Ansprechpartner: Uwe Schwarzkamp
http://www.vereinlebenswert.de/

Praxisgemeinschaft Internistischer Onkologie und Hämatologie, Köln
Ansprechpartner: PD Dr. Marcel Reiser
http://koeln.pioh.de/

Qualitätszirkel Dermato-Onkologie Köln
Ansprechpartner:  Dr. Christina Hecker
www.eczem.de/qz/

Kooperierende Krankenkassen

AOK Rheinland/Hamburg, Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Christian G.G. Sorg, Unternehmenssteuerung
https://rh.aok.de/

BARMER
Ansprechpartner: Dr. med. Ursula Marschall, Abteilungsleitung Medizin und Versorgungsforschung; Herr Martin Schneider, BARMER Landesvertretung NRW
www.barmer.de

Techniker Krankenkasse, Landesvertretung NRW
Ansprechpartner: Barbara Steffens, Leiterin der TK - Landesvertretung NRW
https://www.tk.de/tk/regional/nordrhein-westfalen/114700

Versorgungssystementwicklung, -optimierung, -evaluation

Versorgungskonzept
Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität zu Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Alexander Gerlach, Lehrstuhlinhaber
https://www.hf.uni-koeln.de/30331

Versorgungsnetzwerk
Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ullrich Graeven, Vorsitzender;
Frau Anna Arning, stellvertretende Geschäftsführerin
www.krebsgesellschaft-nrw.de

Versorgungs- und Qualitätsmanagement
Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Stephanie Stock, Kommissarische Institutsleitung
gesundheitsoekonomie.uk-koeln.de

Versorgungstechnologie

Versorgungsoperationalisierung
Klinik I für Innere Medizin & Verein LebensWert, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: PD Dr. Michael Kusch / Hildegard Labouvie, Dipl.-Psych.
www.vereinlebenswert.de

Versorgungsstatistik
Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Hellmich
imsieweb.uni-koeln.de

Versorgungstelematik
Medizinische Informatik, Fachhochschule Dortmund
Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Haas
www.fh-dortmund.de/de/fb/4/index.php

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