24.09.2020
Onkologie

Bundesforschungsministerin besucht das CCCE der Uniklinik Köln

Neuer Standort Nationales Centrum für Tumorerkrankungen

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, hat das Cancer Research Center Cologne Essen (CCCE) der Unikliniken Köln und Essen gestern zu einem von bundesweit nur sechs Schwerpunkt-Standorten des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“ (NCT) ernannt. Anlässlich dieser Ernennung besuchte sie heute gemeinsam mit der NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, das CIO der Uniklinik Köln als Teil des CCCE, um sich ein Bild von der interdisziplinären Zusammenarbeit von Ärzten und Wissenschaftlern des Krebszentrums zu machen.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sagte: „Mit den vier neuen NCT-Standorten haben wir im Rahmen der Dekade gegen Krebs für den Krebsforschungsstandort Deutschland einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Dem Standort Köln-Essen und den anderen neuen Standorten gratuliere ich sehr herzlich und wünsche gutes Gelingen. Mit der NCT-Erweiterung werden wir die patientenorientierte Krebsforschung, die Versorgung vieler Krebspatientinnen und -patienten sowie die Ausbildung des wissenschaftlich-klinischen Nachwuchses in Deutschland noch einmal verbessern. Das ist ein weiterer Baustein in unseren Bemühungen, die Krankheit Krebs immer besser zu beherrschen.“

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, erklärte: „Der Kampf gegen die Volkskrankheit Krebs ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Mit der Bündelung der herausragenden Expertise der Universitätsmedizin in Köln und Essen im CCCE hat die Landesregierung die Brücke zwischen der Krebsforschung und der Krebsmedizin in Nordrhein-Westfalen zielgerichtet gestärkt. Ich bin überzeugt, dass die erfolgreiche NCT-Bewerbung des CCCE den Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen auch international auf ein neues Niveau der Krebsforschung bringen wird – zum Wohle der Patientinnen und Patienten, denen auf diese Weise eine bestmögliche Abhandlung auf Spitzenniveau zugute kommt.“

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, sagte: „Ich freue mich sehr, dass Köln gemeinsam mit Essen als eines von insgesamt nur vier weiteren Nationalen Centren für Tumorerkrankungen ausgewählt wurde. Die Förderung des Cancer Research Center Cologne Essen bedeutet für die an Krebs Erkrankten und deren Angehörige in unserer Region mehr Hoffnung auf eine dauerhafte Heilung und die Aussicht auf eine noch bessere, maßgeschneiderte Therapie. Durch die Entscheidung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Stadt Köln meinem Ziel des Gesundheitszentrums des Westens ein gutes Stück näher gekommen.“

Univ.-Prof. Dr. Gereon Fink, Dekan und Vorstandsmitglied der Uniklinik Köln, ergänzte: „Dass uns die prominenten Vertreterinnen von Bund, Land und Stadt direkt im Anschluss an die NCT-Bekanntgabe besuchen, erfüllt uns mit großer Freude und auch mit ein bisschen Stolz. Ich gratuliere den beiden Köpfen der NCT-Bewerbung, Professor Martin Schuler vom Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen und Professor Michael Hallek, Direktor unseres CIOs, stellvertretend für das gesamte Team des Cancer Research Center Cologne Essen zu diesem grandiosen Erfolg.“

Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin und des Centrums für Integrierte Onkologie an der Uniklinik Köln, sagte: „Die erfolgreiche Bewerbung gemeinsam mit unseren Partnern in Essen belohnt unsere jahrelange Arbeit am onkologischen Spitzenzentrum, dem Centrum für Integrierte Onkologie. Das Ergebnis bedeutet eine große Auszeichnung. Wir freuen uns auch besonders über die langjährige Unterstützung durch das Land NRW. Im neuen NCT-Verbund wollen wir unsere großen Erfahrungen in der vernetzten, klinischen Krebsforschung für eine schnellere Übersetzung von Forschungserkenntnissen in die Behandlung einsetzen. Wir werden dabei vor allem maßgeschneiderte, wirksamere und weniger Nebenwirkungen verursachende Behandlungsansätze entwickeln. Zum Wohle von Krebspatienten bundesweit. Und für jeden Patienten, unabhängig von Einkommen, Versicherung, Alter oder Herkunft. Außerdem werden wir unsere Kompetenz in den begleitenden Disziplinen der Krebstherapie, wie etwa der Psychoonkologie, in den Verbund einbringen.“

„Das Westdeutsche Tumorzentrum ist bereits seit Jahrzehnten ein bundesweiter Leuchtturm der Onkologie. Als Nationales Centrum für Tumorerkrankungen werden wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern der Universitätsklinik Köln durch die Verzahnung von Forschung und Krankenbehandlung die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten noch einmal deutlich verbessern können“, sagte Prof. Dr. Martin Schuler, Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung) am Universitätsklinikum Essen, der gemeinsam mit Prof. Hallek den Antrag koordiniert hat.

Über das Cancer Research Center Cologne Essen (CCCE):

Das 2019 gegründete CCCE soll die Krebsmedizin in Nordrhein-Westfalen auf ein internationales Spitzenniveau anheben. Dazu werden im Rahmen einer engen Kooperation die sich ergänzenden Expertisen der Universitätsklink Köln und der Universitätsmedizin Essen sowie der beiden Medizinischen Fakultäten gebündelt. Beide Standorte sind onkologische Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe, das Centrum für integrierte Onkologie (CIO) für Köln sowie das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ) für Essen. Das CCCE nutzt sein einzigartiges Cluster führender Studiengruppen, Patientenkohorten und umfassender Studienangebote für medikamentöse-, chirurgische- sowie Strahlentherapien. Ein besonderer Schwerpunkt des CCCE ist die aktive Partizipation von Patientenvertretern in der onkologischen Versorgung. Durch die weitere Einbindung aller insgesamt sechs Universitätsklinika innerhalb des „Exzellenz-Netzwerk Krebsmedizin für NRW“ können alle 18 Millionen Einwohner des Bundeslandes von onkologischer Spitzenmedizin profitieren. Im CIO der Uniklinik Köln werden auf über 13.000 Quadratmetern, verteilt auf sieben Etagen, pro Jahr rund 24.000 Menschen, die mit einer Krebserkrankung in die Uniklinik Köln kommen, behandelt.

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