13.04.2021
Lebermetastasen-Chirurgie

Prof. Schmidt erhält von-Langenbeck-Preis 2021

Herausragende wissenschaftliche Arbeit geehrt

Prof. Dr. Dr. Thomas Schmidt, Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Dr. Thomas Schmidt, Foto: Michael Wodak

Prof. Dr. Dr. Thomas Schmidt hat auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) Mitte April den mit 10.500 Euro dotierten von-Langenbeck-Preis 2021 erhalten. Er ist seit April 2021 Leitender Oberarzt und Professor für Onkologische Chirurgie an der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie an der Uniklinik Köln. Diese höchste akademische Auszeichnung der DGCH wird für die beste eingereichte wissenschaftliche Arbeit auf dem gesamten Gebiet der Chirurgie verliehen. Prof. Schmidt hat den Preis für seine Arbeit zum Thema „Reduction of Liver Metastasis Stiffness Improves Response to Bevacizumab in Metastatic Colorectal Cancer” und die damit verbundene besondere wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der experimentellen Forschung mit primären Patientenproben erhalten. Er konnte mit seinen Kollegen nachweisen, dass kolorektale Lebermetastasen Resistenzen auf die anti-angiogene Standardtherapie aufweisen, weil das Mikromilieu der Lebermetastasen durch Metastasen-assoziierte Fibroblasten aktiviert wird. Bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs kann daher präoperativ ein besseres Ergebnis erzielt werden, wenn sie zusätzlich Inhibitoren erhalten. Diese reduzieren die Gewebesteifigkeit der Lebermetastasen und erhöhen die Wirksamkeit der anti-angiogenen Therapie. Alle mechanistischen Grundlagen der Forschung wurden dabei an direkt aus dem Patienten isolierten Primärtumorfibroblasten oder aus Metastasen-assoziierten Fibroblasten aufgeklärt. Die Ergebnisse der Arbeit wurden in der hochrangigen Zeitschrift CancerCell veröffentlicht. Als zukünftiges Ziel sollen diese Ergebnisse in einer prospektiven klinischen Studie überprüft werden.

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