08.04.2020
CIO

Uniklinik Köln mit 29 Krebserkrankungen zertifiziert

Umfangreiche Zentren-Struktur vervollständigt

Prof. Dr. Axel Heidenreich und Dr. Bastian von Tresckow (v.l.), Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Axel Heidenreich und Dr. Bastian von Tresckow (v.l.), Foto: Michael Wodak

Das Centrum für Integrierte Onkologie Köln (CIO) an der Uniklinik Köln wird jedes Jahr durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) überprüft und zertifiziert. In diesem Jahr kamen die Zertifikate für das Uroonkologische Zentrum (es umfasst Prostata-, Harnblasen- und Nierenkrebs) sowie das Zentrum für Hämatologische Neoplasien (das sind bösartige Erkrankungen des Blutsystems) hinzu. Mit insgesamt 29 zertifizierten Krebserkrankungen ist das CIO Köln damit das am umfassendsten zertifizierte Onkologische Zentrum Deutschlands.

Die Hämatoonkologie befasst sich als Disziplin der Inneren Medizin mit Störungen der Blutbildung, die durch Krebserkrankungen wie Leukämien  oder lymphatischen Neoplasien ausgelöst werden. Jedes Jahr werden bei circa 14.000 Männern und Frauen in Deutschland Leukämien diagnostiziert, bei den Lymphomen, insbesondere der häufigsten Form, dem Non-Hodgkin-Lymphom, sind es circa 18.500 Personen.

Das Zentrum für Hämatologische Neoplasien im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln gehört nun zu den ersten fünf Zentren in Deutschland, die eine Pilotzertifizierung von der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich durchlaufen haben. Zentrumsleiter Priv.-Doz. Dr. Bastian von Tresckow freut sich über das gute Ergebnis: „Aufgrund der hohen Zahl von Krebspatienten mit bösartigen Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems am CIO Köln sind stringente Qualitätskriterien zur Diagnostik und Therapie wichtig. Die Zertifizierung ist eine Auszeichnung unserer jahrelangen Anstrengungen in diesem Bereich“.

Neben der frisch attestierten hohen Versorgungsqualität weist der Lymphdomspezialist auch auf das große Angebot an innovativen Klinischen Studien an der Uniklinik Köln hin: „In der Durchführung Klinischer Studien bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs gehören wir zu den weltweit führenden Zentren.“

Als zweites neues Zentrum ist die Uroonkologie zertifiziert worden. Hierzu gehören Krebserkrankungen der Harnorgane und der männlichen Geschlechtsorgane. Angesiedelt ist das Uroonkologische Zentrum in der Klinik für Urologie, Uro-Onkologie, spezielle urologische und Roboter-assistierte Chirurgie.

Klinikleiter Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Heidenreich sieht insbesondere in der guten und engen interdisziplinären Zusammenarbeit in dem neuen Zentrum, auf die auch die Auditoren der Deutschen Krebsgesellschaft sehr viel Wert legen, einen echten Gewinn für die Patienten: „Modernste Diagnostik, multimodale Therapiekonzepte, die klinische Studienlandschaft sowie die innovativen und individualisierten Therapieansätze für Patienten mit urogenitalen Tumoren können nur in dem jetzt zertifizierten interdisziplinären Setting optimal zum Einsatz kommen. Unser Anspruch ist darüber hinaus eine leitliniengerechte, aber dennoch individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen und die Biologie des Karzinoms zugeschnittene Behandlung zum Wohle der Patienten.“

Eine Besonderheit der Tumortherapie in der Uroonkologie an der Uniklinik Köln ist neben der großen chirurgischen Expertise bei fortgeschrittenen Karzinomen die molekulare Analyse von Tumorproben zur Realisierung personalisierter Therapiekonzepte.

Weitere Informationen auf:

https://cio.uk-koeln.de/cio-koeln/krebszentren/zentrum-haematologische-neoplasien

https://cio.uk-koeln.de/cio-koeln/krebszentren/uroonkologisches-zentrum

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