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Willkommen im isPO-Programm

Liebe Patientin, lieber Patient,

wir freuen uns, dass Sie sich für eine psychoonkologische Betreuung interessieren und nach Ihrem Arztgespräch den Weg auf unsere Webseite gefunden haben.

Auf der folgenden Seite möchten wir Sie über die Inhalte und Ziele des isPO-Versorgungsprogramms informieren. Wir wollen Sie darüber aufklären, wie Ihnen persönlich die Teilnahme im Laufe ihrer onkologischen Behandlung helfen kann und wie Sie darüber hinaus mit Ihrer Teilnahme an der isPO-Studie, die ein Bestandteil unseres Programms ist, zu einer flächendeckenden psychoonkologischen Versorgung der Krebspatienten in Deutschland beitragen können.

Das isPO-Programm ist unter der Leitung der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln entwickelt worden. Es kann allen Versicherten gesetzlicher Krankenkassen kostenfrei angeboten werden. Mit den Krankenkassen BARMER, Techniker Krankenkasse, AOK-Rheinland, DAK, IKK classic, Kaufmännische Krankenkasse, Knappschaft und pronova BKK besteht ein Vertrag zur "Besonderen Versorgung" nach § 140a SGB V. Mit Versicherten aller weiteren gesetzlichen Krankenkassen darf die Uniklinik Köln einen allgemeinen Behandlungsvertrag nach § 630a BGB schließen. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Flyer.

Für Fragen und mehr Informationen zu unserem Programm steht Ihnen jederzeit Ihr persönlicher isPO-Case Manager (isPO-CM@uk-koeln.de) mit Rat und Tat zur Seite.

Werden Sie Teil des neuen isPO-Programms und helfen Sie uns mit Ihrer Teilnahme an der isPO-Studie, die psychoonkologische Begleitung, Beratung und Behandlung für alle Krebspatientinnen und -patienten in Deutschland verfügbar zu machen!

Ziel des isPO-Programms

Die Diagnose Krebs ist für Patientinnen und Patienten eine besondere seelische Belastung. Neben den klassischen Therapiemöglichkeiten Operation, Chemotherapie und Bestrahlung ist die psychologische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einer onkologischen Erkrankung daher ein wichtiger Bestandteil der modernen Krebstherapie und Krebsnachsorge.

Die psychoonkologische Versorgung begleitet die Patienten dabei, Kraft zu schöpfen, sich neu zu orientieren und das Leben auch mit der Diagnose Krebs positiv zu gestalten. Diese Versorgung erfolgt auf drei Wegen:

  • In einem grundlegenden Gespräch werden allen Patienten Informationen und Kontaktadressen zu wohnortnahen Hilfsangeboten an die Hand gegeben.
  • Eine psychosoziale Beratung unterstützt hilfebedürftige Patienten bei der Krankheitsbewältigung, etwa bei beruflichen, organisatorischen oder lebenspraktischen Problemen.
  • Das psychologisch-psychotherapeutische Gespräch hilft höher belasteten Krebspatientinnen und -patienten dabei, sich aktiv mit der Erkrankung und der Behandlung auseinander zu setzen.

Leider ist eine psychologische Versorgung zurzeit noch nicht für alle onkologischen Patienten in Deutschland zugänglich. In zertifizierten Krebszentren ist der Einsatz von psychoonkologischen Versorgungsangeboten zwar vorgesehen, unklar ist aber, in welcher Phase der Erkrankung, in welcher Form und in welchem Ausmaß die Therapien den Patienten im Krankenhaus und bei den niedergelassenen Ärzten angeboten werden sollen. Bisher gibt es weder Konzepte noch konkrete Vorgaben für Steuerung und Qualitätssicherung für diese Art der Behandlung.

Das isPO-Programm besteht aus neuen Untersuchungs- und Betreuungsformen, mit denen an Krebs erkrankte Patienten über einen Zeitraum von 12 Monaten sowohl während der akuten Krebstherapie als auch der Krebsnachsorge begleitet, beraten und behandelt werden können.

Alle gesetzlich versicherten Patienten, die erstmals eine Diagnose Krebs erhalten haben, können an der Uniklinik Köln und bei vielen niedergelassenen Ärzten die besondere Versorgungsform isPO erhalten. Alleine am Standort Köln werden so im Laufe der nächsten Monate mehr als 2.400 Patientinnen und Patienten in das Projekt eingeschlossen, das sind täglich mindesten sechs. Diese große Zahl ist notwendig, damit statistisch gesicherte Ergebnisse entstehen und die empfohlenen Maßnahmen auch eine Chance haben, in die Regelversorgung aufgenommen zu werden.

Tragen Sie dazu bei, die psychologische Versorgungssituation aller Krebspatienten bundesweit zu verbessern

Mit dem isPO-Programm erhalten Sie eine psychoonkologische Behandlung, die genau auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Diese Art der psychologischen Versorgung von Krebspatienten ist eine Neuerung im deutschen Gesundheitswesen. Ihre Teilnahme am isPO-Programm trägt dazu bei, das psychoonkologische Angebot in Zukunft flächendeckend allen Krebspatienten zugänglich zu machen und damit die Versorgungssituation von Krebspatienten in ganz Deutschland nachhaltig zu verbessern.

Inhalt des isPO-Programms

Den teilnehmenden isPO-Patientinnen und -Patienten werden über den Zeitraum von 12 Monaten begleitend zur individuellen Krebstherapie verschiedene Formen der psychoonkologischen Versorgung angeboten.

Das isPO-Programm bietet seinen teilnehmenden Patienten:

  • psychologische Versorgung ohne lange Wartezeit auf einen Gesprächstermin
  • kompetente Ansprechpartner, die jederzeit bei Fragen und Problemen zur Seite stehen
  • Informationen und Kontaktadresse zu wohnortnahen Hilfsangeboten
  • unmittelbare, konkrete Hilfe bei besonderen psychosozialen Problemen
  • psychoonkologisch-psychotherapeutische Begleitung und Behandlung bei ausgeprägten Ängsten und Depressionen

Das isPO-Programm hat zum Ziel, die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten mit einer individuell abgestimmten psychologischen Versorgung zu verbessern und ihnen so eine aktive Beteiligung an der eigenen Krebsbehandlung und Krebsnachsorge zu ermöglichen.

Ablauf des isPO-Programms

Ihre Teilnahme am isPO-Programm

Ihr behandelnder Arzt informiert Sie zum isPO-Programm und wird Ihnen die Teilnahme an diesem Programm empfehlen, da es zum festen Bestandteil unseres Therapieangebots gehört.

Nach Ihrem Arztgespräch werden Sie innerhalb einer Woche von Ihrer/m isPO-Case Manager/in kontaktiert und noch einmal persönlich über die Teilnahme am isPO-Programm aufgeklärt. Hier können Sie sich in das isPO-Programm einschreiben. Der isPO-Case Manager ist während der gesamten psychoonkologischen Versorgung Ihr persönlicher Ansprechpartner und steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung.

Wenn Sie sich zur Teilnahme am Programm entschieden haben, werden Sie von Ihrem isPO-Case Manager  gebeten, Fragen zu Ihrem persönlichen Versorgungsbedarf zu beantworten. Damit ermöglichen Sie es uns, das individuell richtige Angebot im Rahmen des isPO-Programms für Sie zu finden. Innerhalb Ihrer Teilnahme am Programm werden Sie zu bestimmten Zeitpunkten (im 4. und 12. Monat) erneut zu Ihrem persönlichen Befinden und Belastungen befragt.

Ihr isPO-Case Manager hat Sie nach einer Woche noch nicht kontaktiert? Bitte nehmen Sie Kontakt mit der isPO-Patientenversorgung auf!

Kooperierende Krankenkassen

Für alle gesetzlich Versicherten ist die Teilnahme am isPO-Programm kostenfrei.

Mit folgenden Partnerkassen besteht der Vertrag zur "Besonderen Versorgung" nach § 140a SGB V:

BARMER
www.barmer.de

Techniker Krankenkasse, Landesvertretung NRW
www.tk.de/presse/regional/nordrhein-westfalen-2049852

Weitere teilnehmende Kassen:

AOK Rheinland/Hamburg
www.aok.de

DAK-Gesundheit
www.dak.de

IKK classic
www.ikk-classic.de

Kaufmännische Krankenkasse KKH
www.kkh.de

Knappschaft
www.knappschaft.de

pronova BKK
www.pronovaBKK.de

Selbsthilfe

Das isPO-Programm kooperiert mit dem Haus der Krebs-Selbsthilfe Bundesverband e.V. und der Krebsgesellschaft NRW e.V. Düsseldorf.

Über das isPO-Projekt
isPO-Projektleiter PD Dr. Michael Kusch (re.) mit Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie und der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln

Der Innovationsfonds der Bundesregierung unterstützt mit 9,1 Millionen Euro das vermutlich größte Projekt, das zur Psychoonkologie in Deutschland jemals durchgeführt wurde. Ziel ist es, ein Konzept für eine flächendeckende Versorgung von Krebspatienten mit psychoonkologischen Leistungen im Krankenhaus und im niedergelassenen Bereich zu definieren und dafür geeignete Strukturen, Prozesse und Leistungsumfänge in der intersektoralen Versorgung zu benennen. An dem auf vier Jahre angelegten Projekt (2017-2021) wirken Partner aus allen Sektoren des Gesundheitswesens mit, die an der Erbringung, Evaluierung und Vergütung psychoonkologischer Leistungen beteiligt sind. Die Leitung des Projektes liegt bei der Uniklinik Köln.

Priv.-Doz. Dr. phil. Michael Kusch

Priv.-Doz. Dr. phil. Michael Kusch

isPO-Projektleiter
Versorgungsforscher an der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Wolf

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Wolf

Geschäftsführender Ärztlicher Leiter
Centrum für Integrierte Onkologie (CIO)

Schwerpunkte: Lungenkrebs, Therapie solider Tumoren, CIO

Dr. rer. medic. Steffen Krebs

Dr. rer. medic. Steffen Krebs

isPO-Netzwerkkoordinator
Centrum für Integrierte Onkologie (CIO)

Ihre isPO-Ansprechpartner

Im Rahmen des isPO-Programms stehen unseren teilnehmenden Patientinnen und Patienten folgende Ansprechpartner zur Seite:

isPO-Case Managerinnen

Die isPO-Case Managerinnen sind Ansprechpartner/-innen für die Patientinnen und Patienten während der gesamten isPO-Programms (12 Monate).

Team: Sandra Kyrion, Giusi Rueß-Paternò, Lida Vesand

Telefon +49 221 478-32169
E-Mail isPO-CM@uk-koeln.de

isPO-Onkolotsen

Angebot, mit ehemals an Krebs erkrankten Menschen über wohnortnahe Hilfsangebote und Kontaktadressen zu sprechen, um ihnen damit eine erste Orientierung zu Fragen „rund um Krebs“ geben.

Psychosoziale Fachkräfte

Die psychosozialen Fachkräfte unterstützen die Patientinnen und Patienten mit psychosozialen Problemen während sowie nach ihrer Krebstherapie dabei, eine stabile Lebenssituation zu erhalten. Zielsetzung ist es, dass die Patienten sich voll und ganz auf die medizinische Behandlung konzentrieren können.

Kontakt:

Anne Zeyer
Psychosoziale Fachkraft

Telefon +49 221 478-86634
E-Mail anne.zeyer@uk-koeln.de

Psychoonkologischen Psychotherapeuten

Die psychoonkologischen Psychotherapeuten begleiten die Patientinnen und Patienten mit ausgeprägten Ängsten und Depressionen, beraten und behandeln psychoonkologisch, um die schwere Zeit der Erkrankung zu bewältigen. Um auch Krebspatientinnen und - patienten mit erheblichen psychischen und psychosozialen Belastungen und Problemen eine gezielte psychoonkologische Begleitung, Beratung und Behandlung anbieten zu können, arbeiten psychosoziale Fachkräfte und psychoonkologische Psychotherapeuten im isPO-Versorgungsprogramm zusammen und bieten eine psychoonkologische Komplexversorgung an.

Erfahren Sie mehr zu den Psychotherapeuten im isPO-Programm

Kontakt

isPO-Patientenversorgung

isPO-Case-Management: isPO-CM@uk-koeln.de

isPO-Versorgungsprogramm

Dipl.-Psych. Christiana Muth
Psychologische Psychotherapeutin

Leitung Klinische Psychoonkologie
Klinik I für Innere Medizin
Bereich Klinische Psychoonkologie

Universitätsklinikum Köln (AöR)
Kerpener Str. 62 | 50937 Köln
Telefon +49 221 478-97190 (Fr. Fadakar)

isPO-Projektleitung

Priv.-Doz. Dr. Michael Kusch
isPO-Projektleiter

Klinik I für Innere Medizin
Psychoonkologische Versorgungsforschung

Universitätsklinikum Köln (AöR)
Kerpener Str. 62 | 50937 Köln
Telefon +49 221 478-76743 (Fr. Konopska-Brys)
E-Mail michael.kusch@uk-koeln.de

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