Daten & Fakten

Zentral auf dem Uniklinik-Campus wurde das ambulante Krebszentrum CIO gebaut. Das CIO ist der größte Klinikneubau auf dem Gelände der Uniklinik Köln seit den 1970er Jahren.

Noch sind auch rings um das CIO nicht alle Arbeiten abgeschlossen: Alle Flächen rund um den Neubau erhalten künftig breite Fußgängerbereiche, die mit Bäumen, Fahrradstellflächen und Sitzgelegenheiten ausgestattet werden. Der Spielplatz vor der Kinderklinik, der wegen dem  Bau der „Nordbrücke“ außer Betrieb genommen werden musste, erhält neue Spielgeräte, einen großen Sandkasten und neuen Rasen. Auch der Studentenweg wird wiedereröffnet. Auf der Fläche neben dem Herzzentrum entstehen weitere 100 Fahrradstellplätze und die Fahrbahn zum Bettenhaus erhält einen neuen Fahrbahnbelag.

Quelle: Jürgen Schmidt Fotografie

Ziele des Neubaus

  • Schaffung neuer Flächen für die stark steigenden Patientenzahlen
  • Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten für die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der modernen Tumor-Diagnostik und -Therapie
  • Integration eines breiten Beratungs- und Aktionsangebotes speziell für Krebspatienten wie Sport,  Psychoonkologie, Selbsthilfe, Sozialberatung etc.
  • Bereitstellung moderner, patientenfreundlicher Therapieplätze
  • Vor-Ort-Betreuung von Studienpatienten

Details & Besonderheiten

  • Das Gebäude gruppiert sich um zwei Lichthöfe, einer ist  als Eingangs-Atrium dreigeschossig überdacht.
  • Die knappe Grundfläche kann maximal genutzt werden durch einen Grundriss mit viel natürlich belichteten und belüfteten Flächen.
  • Zukunftsfähigkeit durch flexible Aufteilungsmöglichkeiten der Innen-Flächen: Im Gebäude wurde - anders als vielfach üblich - zuerst der Estrich verlegt. Sofern Räume vergrößert oder verkleinert werden müssen, ermöglicht dies später das Versetzen von Wänden mit geringem Aufwand. Alle haustechnischen Leitungen für Elektro- und Sanitärbedarf oder medizinische Gase wurden anschließend verlegt. Die dafür vorgesehenen Medienkanäle verlaufen in den Decken der Flure sowie den Fassadenbrüstungskanälen. Von dort werden die Leitungen innerhalb der Kanäle weiter in die Zwischenwände geführt. Auf diese Weise werden abgehängte Decken in den Zimmern unnötig, die Räume bleiben luftig hoch.
  • Moderne Klimatisierung: Die Decken in den Räumen werden mittels Betonkernaktivierung zum Heizen und Kühlen verwendet, was ein angenehmes Raumklima erzeugt. Zur Versorgung des Gebäudes mit Kälte und Wärme wurden insgesamt vier Geothermie-Brunnen gebohrt.
  • Markante Fassade: Die Fassade besteht aus zweifarbig lackierten, dreieckigen Lamellen, die das Farbkonzept der umgebenden Gebäude aufnehmen. Wie bei einem Riffelbild wird auf einer Seite der Lamellen das Motiv eines vereinfachten Blätterdachs in Grüntönen montiert, auf der anderen Seite dasselbe Motiv in Rottönen. Bei Passanten entsteht so der Eindruck, das Gebäude verändere im Vorbeigehen seine Farbe. Die vertikalen Dreiecklamellen sind aus Aluminium-Stangenpress-Profilen gefertigt und in sechs unterschiedlichen rot und grün Nuancen lackiert. Sie wurden nach den Entwürfen von "kadawittfeldarchitektur" eigens für die CIO-Fassade entworfen und produziert.

Technische Daten

  • 7 Geschosse
  • 2 Untergeschosse
  • 1 Dachterrasse
  • 2 Anbindungsbrücken: Die "Nordbrücke" verbindet die zweite Etage des CIO mit der zweiten Etage der Kinderonkologie, die "Südbrücke" stellt die Verbindung zum Zentralklinikum her.
  • 144 Tiefgaragenstellplätze, davon 4 für E-Mobilität
  • 122 Fahrradstellplätze
  • rund 36.000 qm Bruttogeschossfläche
  • rund 13.700 qm Nutzfläche

Bauherr

  • Uniklinik Köln unter finanzieller Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen

Generalplaner und Projektmanagement

Nach oben scrollen