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05.05.2026 Welteierstockkrebstag

Aufmerksamkeit für eine oft spät erkannte Erkrankung

Hinweis auf zukunftsweisende TUBA-WISP II-Studie

Foto: AdobeStock / oksa_studio generiert mit KI

Anfang Mai rückt eine Krebserkrankung in den Fokus, die aufgrund ihrer unspezifischen Symptome oft unbemerkt bleibt: der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Die Uniklinik Köln nimmt den Welteierstockkrebstag zum Anlass, um über Risiken, Vorsorge und neue Studienansätze aufzuklären.

Die Herausforderung ist die Diagnose. In Deutschland erkranken jährlich etwa 7.000 Frauen neu an Eierstockkrebs. Da die Eierstöcke tief im Becken liegen, verursachen Tumoren hier meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium Beschwerden. Da es aktuell keine spezifischen Früherkennungsuntersuchungen gibt, bleibt die regelmäßige gynäkologische Vorsorge die wichtigste Säule der Detektion.

Frauen mit einer genetischen Veranlagung tragen ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko. In diesen Fällen kann die prophylaktische Entfernung der Eierstöcke eine lebensrettende Maßnahme sein. Eine solch weitreichende Entscheidung erfordert eine intensive fachspezifische Beratung. Diese erhalten Betroffene mit höchster medizinischer Expertise im Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs am Institut für Familiäre Tumorerkrankungen der Uniklinik Köln – dem Leitungssitz des Deutschen Konsortiums.

Als eines der führenden Zentren für Frauen mit pathogenen Mutationen in den Krebsrisikogenen (wie BRCA1 und BRCA2) möchten die Expertinnen und Experten des Zentrums gemeinsam mit der Frauenheilkunde der Uniklinik Köln auf die zukunftsweisende TUBA-WISP II Studie aufmerksam machen. Diese untersucht eine Alternative zum aktuellen Standard – der bislang in der gleichzeitigen Entfernung von Eierstöcken und Eileitern liegt. Der Ansatz: Zunächst erfolgt lediglich die Entfernung der Eileiter. Die Eierstöcke werden erst zu einem späteren Zeitpunkt entnommen. Das Ziel: Die Reduktion der belastenden Nebenwirkungen einer verfrühten Menopause bei gleichbleibender Sicherheit.

Detaillierte Informationen zur Studie sowie eine Übersicht der teilnehmenden Zentren in Deutschland sind auf der offiziellen Homepage des Konsortiums oder des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs zu finden.