Die Zertifizierungskommission der Kopf-Hals-Tumorzentren der Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat Univ.-Prof. Dr. Jens Peter Klußmann, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Uniklinik Köln, zum Co-Vorsitzenden gewählt. Er übernimmt diese Aufgabe gemeinsam mit dem Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Charité, Univ.-Prof. Dr. Dr. Max Heiland. Die Kommission erarbeitet die fachlichen Anforderungen an die Organkrebszentren, die - in Form eines Kriterienkataloges - die Grundlage für die Zertifizierung der Zentren bilden. In Deutschland sind derzeit 86 Kopf-Hals-Tumorzentren durch die DKG zertifiziert.
Die Behandlung von Krebserkrankungen ist hochspezialisiert und erfordert eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachdisziplinen. Die Zertifizierung von Tumorzentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft gewährleistet, dass Patientinnen und Patienten auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und auf höchstem medizinischem Niveau versorgt werden. Gerade bei komplexen Erkrankungen wie Kopf-Hals-Tumoren ist eine strukturierte, interdisziplinäre und qualitätsgesicherte Behandlung entscheidend für den Therapieerfolg.
Zertifizierte Zentren müssen strenge Anforderungen in Diagnostik, Therapie und Nachsorge erfüllen sowie eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche nachweisen. Regelmäßige Audits und kontinuierliche Qualitätskontrollen tragen dazu bei, die Versorgungsqualität nachhaltig zu verbessern und die Patientensicherheit zu stärken. Das Kopf-Hals-Tumorzentrum im Centrum für Integrierte Onkologie Köln (CIO) ist bereits seit 2013 durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. „Für mich ist bei der Zertifizierung besonders wichtig, dass die hohe Qualität der Versorgung nicht nur dokumentiert, sondern im klinischen Alltag tatsächlich gelebt wird. Entscheidend ist das reibungslose Zusammenspiel aller beteiligten Disziplinen – von der Diagnostik über die pflegerische und medizinische Behandlung bis zur Nachsorge –, damit Patientinnen und Patienten die bestmögliche, leitliniengerechte Behandlung erhalten“, betont Prof. Klußmann.
Die Zertifizierung gilt als ein zentrales Instrument der Qualitätssicherung in der Onkologie. Sie schafft Transparenz, stärkt das Vertrauen von Patientinnen und Patienten und fördert eine leitliniengerechte, interdisziplinäre Krebsbehandlung auf höchstem Niveau.
