Schockanrufe
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Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet in einem Artikel über die zunehmende Betrugsmasche der sogenannten Schockanrufe mit denen Opfer in Panik versetzt und dazu gebracht werden sollen, hohe Geldsummen oder Wertgegenstände herauszugeben.

In dem geschilderten Fall behauptet ein vermeintlicher Chefarzt der Uniklinik Köln am Telefon, man habe bei der Tochter Magen- und Darmkrebs im Endstadium festgestellt und nur ein teures Medikament aus der Schweiz könne die Tochter retten. Der Betrüger forderte den älteren Herrn auf, 150.000 Euro in bar zu besorgen und zu übergeben. Zeitgleich meldete sich ein weiterer Täter bei seiner Frau, fragte sie nach den Vermögensverhältnissen aus, erkundigte sich nach Bargeld, Wertpapieren oder Gold.

Aus diesem Anlass rät die Uniklinik Köln ausdrücklich zur Vorsicht und gibt folgende Hinweise:

Die echten Ärztinnen und Ärzte der Uniklinik Köln überbringen Nachrichten zu schweren Diagnosen grundsätzlich nicht am Telefon, sondern bitten die Angehörigen – bei Einverständnis der Patienten –, für ein persönliches Gespräch vorbeizukommen. Wenn es sich aufgrund der Distanz und auf ausdrücklichen Patientenwunsch nicht anders lösen lässt, werden Patienten gebeten, das Gespräch zu initiieren und dann das Telefonat übernommen, um eine entsprechende Legitimation zu haben.

Die Uniklinik Köln fordert nicht per Telefon zur Zahlung von Behandlungen auf – schon gar nicht in dieser Höhe und zur Übergabe in bar.

Falls Sie einen seltsamen Anruf von einem angeblichen Arzt der Uniklinik Köln erhalten, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, fragen Sie nach dem Namen und der Station, legen Sie auf und rufen Sie dann in der Telefonzentrale der Uniklinik Köln unter 0221-478-0 oder in dem jeweiligen Fachbereich an und lassen sich verbinden.